Sprichwörtlich ist gut gemeint manchmal das Gegenteil von gut gemacht. Besonders ältere, zeitlebens an Geduld gewöhnte Menschen bedenken oft zu wenig, welche Nachteile allein mit einem zeitlichen Aufschub bei letztwilligen Zuwendungen verbunden sein können. Wer hätte gedacht, dass sich selbst…

Der Vorbehalt eines Wohnungsgebrauchsrechts zählt zu den gebräuchlichsten Instrumentarien jeder professionellen Übergabeplanung. Sie ist in den meisten Fällen steuerneutral, löst (etwa im Gegensatz zu einem Fruchtgenussrecht) keine regressrelevanten Einkünfte zur Pflegekostenabdeckung aus (siehe Blog vom 24.11.2017) und eignet sich bei…

Die Vertretung und Verwaltung der Verlassenschaft steht gemäß § 810 Abs 1 ABGB grundsätzlich den Erben zu, sobald sie ihr Erbrecht hinreichend ausgewiesen und gültige Erbantrittserklärungen abgegeben haben, es sei denn, das Verlassenschaftsgericht trifft anderslautende Anordnungen. Werden hingegen keine oder…

Noch nicht gezeugte Personen sind in der gesetzlichen Erbfolge unbeachtlich. Sie können allerdings mit letztwilliger Verfügung bedacht werden, also etwa in einem Testament, in einem Vermächtnis oder einem Erbvertrag. Für sie ist durch das Verlassenschaftsgericht von Amts wegen oder auf…

Zwischen dem Tod des Verstorbenen und der gerichtlichen „Einantwortung“ seines Nachlasses an die Erben findet in Österreich das so genannte „Verlassenschaftsverfahren“ statt, im Zuge dessen ein örtlich zuständiger Notar als „Gerichtskommissär“ die Vermögenstransformation quasi aufzubereiten und zu managen hat. Dieses…

Gemäß § 747 ABGB haben Ehegatten und eingetragene Partner gegen die Verlassenschaft und nach Einantwortung gegen die Erben einen Anspruch auf Unterhalt, soferne sie nicht erbunwürdig sind, rechtswirksam enterbt wurden oder die Verbindung bereits vor dem Todesfall aufgelöst wurde. Der…

Immer noch wird für das eigene Begräbnis viel zu selten vorgesorgt. Dabei stellt es keine große Herausforderung dar, rechtzeitig eine Bestattungsverfügung zu errichten und eine angemessene Kostendeckung anzusparen (siehe dazu www.bestattungsverfügung.com). Meistens stehen Angehörige und Bestattungsunternehmer nach einem Todesfall zunächst…

Die Verjährung vernichtet potenzielle Erb- und Pflichtteilsansprüche unwiederbringlich. Umso bedeutsamer ist es für alle Beteiligten, die gesetzlichen Fristen zu kennen und taktisch im Auge zu behalten. Sie zwingen Anspruchsberechtigte, sich entweder mit den Erben und den von der verstorbenen Person…

„Meinen missratenen Sohn setze ich zum Universalerben ein. Das gesamte Familienvermögen erhält meine geliebte Tochter als Vermächtnis. Meine verschwendungssüchtige Ehegattin hat nichts zu bekommen.“  So oder so ähnlich könnte das kaltherzige Testament eines ausschließlich auf den Vermögenserhalt bedachten „Familienoberhaupts“ lauten.…